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Hausbar einrichten: Was du wirklich brauchst

Keine Theke, kein Budget für zwanzig Flaschen? Brauchst du auch nicht. So richtest du eine kleine Hausbar ein, die gut aussieht und funktioniert – vom Platz über die Grundausstattung bis zum Licht.

Eine Hausbar muss keine Theke mit Barhockern sein. Ein Sideboard, ein Servierwagen oder ein freies Regalbrett reichen völlig. Wichtig ist, dass alles an einem Ort steht, dass du ohne Suchen einen Drink mixen kannst – und dass der Platz einladend aussieht. Hier erfährst du, womit du anfängst und was warten kann.

Der richtige Platz

Überleg zuerst, wo ihr sitzt, wenn Gäste da sind. Die Bar gehört in die Nähe, nicht in die hinterste Ecke der Küche. Gut geeignet sind:

  • Ein Sideboard im Wohnzimmer – genug Fläche für Flaschen, darunter Platz für Gläser
  • Ein Servierwagen – beweglich, du rollst ihn dorthin, wo gefeiert wird, auch auf die Terrasse
  • Ein Wandregal mit Ablage – spart Platz in kleinen Wohnungen
  • Ein Teil der Küchenarbeitsplatte – praktisch, weil Kühlschrank und Spüle in der Nähe sind

Achte darauf, dass die Flaschen nicht in der prallen Sonne stehen. Direktes Licht und Wärme tun Spirituosen und Likören auf Dauer nicht gut.

Grundausstattung: Welche Flaschen?

Der häufigste Fehler beim Einrichten: zu viele Flaschen auf einmal kaufen. Besser ist, mit den Drinks anzufangen, die du und deine Gäste wirklich mögen, und von dort aus zu planen.

Eine gute Basis für viele Klassiker:

  • Gin – für Gin Tonic, Negroni und viele Sours
  • Ein heller Rum – für Mojito und Daiquiri
  • Wodka – neutral, passt zu fast allem
  • Ein roter Bitterlikör – die Grundlage für Spritz und Negroni
  • Wermut rosso – für Negroni und Americano
  • Prosecco oder ein anderer Schaumwein – kühl gestellt, für Spritz und Hugo

Dazu kommen Filler, die du im Kühlschrank lagerst: Tonic Water, Soda, Ginger Ale. Frische Zitronen und Limetten gehören immer dazu.

Denk auch an Gäste, die keinen Alkohol trinken. Ein alkoholfreier Aperitif, ein guter Sirup oder hausgemachte Limonade machen die Bar für alle interessant.

Gläser: Weniger Sorten, dafür passend

Für den Anfang reichen drei bis vier Glastypen:

  • Longdrinkgläser – hoch und schmal, für Gin Tonic, Mojito, Soda-Drinks
  • Tumbler – kurz und dickwandig, für Negroni, Whisky oder Drinks auf Eis
  • Weingläser mit großem Kelch – für Spritz und Hugo
  • Coupetten oder Sektschalen – für Cocktails ohne Eis und für den festlichen Moment

Stell von jeder Sorte vier bis sechs Stück bereit. Wenn mehr Gäste kommen, helfen die normalen Weingläser aus.

Werkzeug für die Bar

Ohne Werkzeug wird jede Bar schnell zur Improvisation. Das Wichtigste:

  1. Messbecher (Jigger) – damit die Drinks immer gleich gut schmecken
  2. Shaker – für alles mit Saft, Sirup oder Eiweiß
  3. Rührglas und Barlöffel – für klare Drinks wie Negroni
  4. Barsieb – hält Eis und Fruchtstücke zurück
  5. Schneidebrett und kleines Messer – für Zitrusschalen und Garnitur
  6. Eiswürfelform oder Eiswürfelbeutel – Eis ist die Zutat, die am häufigsten fehlt

Ein Flaschenöffner, ein Korkenzieher und ein Tuch zum Abwischen sollten ebenfalls griffbereit liegen.

Ordnung, die gut aussieht

Eine Bar wirkt aufgeräumt, wenn nicht alles gleichzeitig herumsteht. Ein paar einfache Regeln:

  • Flaschen nach Höhe gruppieren – die hohen nach hinten, die kurzen nach vorn
  • Ein Tablett als Rahmen – ein Tablett aus Holz, Marmor oder Metall hält die Flaschen zusammen und schützt die Oberfläche
  • Werkzeug in einem Becher oder einer Schale – statt verstreut in Schubladen
  • Wenige Deko-Elemente – eine Pflanze, eine Schale mit Zitronen, ein Buch mit Rezepten

Licht: Das unterschätzte Detail

Die meisten Hausbars sind tagsüber schön und abends dunkel. Dabei ist der Abend die Zeit, in der sie benutzt wird. Ein paar Ideen:

  • Eine kleine Tischleuchte mit warmem Licht neben den Flaschen
  • Eine LED-Leiste unter dem Regalbrett, die Flaschen von unten beleuchtet
  • Leuchtende Untersetzer, die angehen, sobald ein Glas darauf steht

Die letzte Idee hat einen praktischen Vorteil: Das Licht ist genau dort, wo die Drinks stehen, und geht aus, sobald niemand mehr ein Glas abstellt. Unsere LED-Untersetzer funktionieren mit einem Drucksensor und brauchen weder Kabel noch Schalter. Für die Bar passen Motive wie Leuchtschrift mit „HAPPY HOUR“ für den Tresen, Rebenranke für Weintrinker oder Goldader für eine dunkle, edle Bar. Alle Bar-Motive findest du unter Bar & Drinks.

Tipp: Wähle für jeden Gast eine andere Lichtfarbe. Dann weiß jeder sofort, welches Glas seins ist.

Checkliste für den Start

  • Platz gefunden, nicht in der prallen Sonne
  • Drei bis fünf Spirituosen für eure Lieblingsdrinks
  • Filler im Kühlschrank: Tonic, Soda, Schaumwein
  • Zitronen und Limetten
  • Mindestens eine alkoholfreie Alternative
  • Drei bis vier Glassorten
  • Jigger, Shaker, Barlöffel, Sieb
  • Eis
  • Licht für den Abend

Klein anfangen, dann wachsen lassen

Die schönsten Hausbars entstehen nicht an einem Tag. Fang mit wenigen Flaschen an, probier Rezepte aus und ergänze, was dir fehlt. Wenn du Ideen für den ersten Abend suchst, lies weiter in unserem Ratgeber Aperitivo zu Hause – mit Rezepten für Spritz, Hugo und Co.

Bitte genieß Alkohol verantwortungsvoll.

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